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5378 2681
Published in Volume 1, Issue 1 -

Tiefes Reinforcement Lernen auf Basis visueller Wahrnehmungen

Sascha Lange

Languages: German

DOI: 10.17160/josha.1.1.7

Die Relevanz tiefer Autoencoder für das optimierende Lernen konnte in dieser Arbeit klar bestätigt werden. DFQ ist ein erster Algorithmus, der von der Leistungsfähigkeit der Autoencoder profitiert, das Lernen auf hochdimensionalen Eingabedaten ermöglicht und so die Grenzen für das wertfunktionsbasierte Reinforcement Lernen deutlich verschiebt. DFQ wurde nicht nur erfolgreich auf realistische, aber synthetische Bilddaten angewendet, sondern es wurden bereits auch eindrucksvolle Ergebnisse auf realen Anwendungen erzielt, die sich mit den Ergebnissen klassischer Ansätze messen lassen können. DFQ hat sich hierbei als vielversprechender Ansatz erwiesen mit vielen sich eröffnenden, weiterführenden Forschungsmöglichkeiten. Die eigenen Erwartungen wurden aber bereits jetzt deutlich übertroffen. Es ist nun möglich, direkt auf unvorverarbeite- ten Bilddaten optimierendes Lernen zu betreiben und so gute Strategien zur Steuerung realer Systeme direkt auf Basis visueller Wahrnehmungen zu erlernen.


4837 2280
Published in Volume 1, Issue 1 -

Nymfarum domus – Ein römisches Haus in Tunesien und dessen mythologisches Bildprogramm

Stephan Seiler

Languages: German

DOI: 10.17160/josha.1.1.6

Bodenmosaike mit mythologischen Szenen waren im römischen Reich Ausdruck einer gehobenen Rauminszenierung. Tunesien besitzt in dieser Kunstgattung ein besonders reiches kulturelles Erbe. Ein Ensemble der sog. nymfarum domus in Nabeul, dem antiken Neapolis, zeigt nicht nur einzelne mythologische Szenen, sondern ein Bildprogramm, das sich durch mehrere Räume zieht.


3007 1816
Published in Volume 1, Issue 1 -

Vereinbarkeit personaler Identität und philosophischer Unsterblichkeit

Felicitas Holzer

Languages: German

DOI: 10.17160/josha.1.1.9

Dass der Körper den Tod nicht überlebt, scheint ersichtlich, da der Leichnam eines Verstorbenen nicht mehr mit dem verschiedenen Menschen gleichgesetzt wird. In der griechisch-antiken Tradition verbleibt die „Seele“ (psychê) als „Geist“, „Selbst“ oder „Ich“ des Menschen, welche den körperlichen Tod überleben. Dass diese These in der philosophischen Tradition allerdings nicht kritik- los hingenommen wird, zeigt bereits die jüdisch-christliche Lehre der leiblichen Auferstehung: Die Auferweckung der Körper der Toten durch Gott bedarf formallogisch keineswegs der Seele als unsterblicher Substanz. Auch die phänomenologische Betonung der Leiblichkeit des Menschen so- wie der aristotelische Hylemorphismus, der das Wesen des Menschen in der Zusammensetzung aus Form und Materie sieht, weichen von der traditionellen Lehre Platons (und vom später folgenden Dualismus bei Descartes) deutlich ab.


4161 2764
Published in Volume 1, Issue 1 -

Haftung für unterlassene Schutzmaßnahmen oder unterlassene Hilfeleistung

Guenter Hager

Languages: German

DOI: 10.17160/josha.1.1.8

Im deutschen Recht knüpft die deliktische Haftung an eine Rechtsgutsverletzung sowie an die Verletzung einer Sorgfaltspflicht.2 In vergleichbarer Weise knüpft im englischen Recht die Haftung an die Verletzung einer duty. Sie war ursprünglich auf den Schütz von Körper und Sachen begrenzt war. Klassischer Fall ist die Entscheidung „Donoghue v. Stevenson“.3 Mrs. Donoghue hatte etwas vom Inhalt einer opaken ginger-beer-Flasche getrunken, ehe sie entdeckte, dass der Rest Teile einer verwesten Schnecke enthielt. Sie erkrankte daraufhin an einer Gastro-Enteritis. Gegenstand der Entscheidung war die Schadensersatzhaftung des Herstellers von Ginger Beer gegenüber einer vertragsfremden Konsumentin.


4459 1661
Published in Volume 1, Issue 1 -

Die Geschichte meiner Bilder

Giulia Musella

Languages: German

DOI: 10.17160/josha.1.1.5

Hiermit möchte ich einige meiner Kunstwerke der letzten Jahre und ihre Geschichte vorstellen. Sie spiegeln nicht nur meine Träume und Phantasien, sondern auch mein Bestreben das Unsichtbare in der Seele sichtbar werden zu lassen.


3876 2033
Published in Volume 2, Issue 1 -

Behandlung der Immunthrombozytopenie mit Rituximab:Ergebnisse einer klinischen Studie konsekutiver Patienten von September 2000 bis März 2010

Rieke Marks

Languages: German

DOI: 10.17160/josha.2.1.13

Die Immunthrombozytopenie (ITP) ist eine Autoimmunkrankheit, die mit der Zerstörung körpereigener Thrombozyten einhergeht. Ein immunologischer Toleranzverlust gegenüber körpereigenen Antigenen auf der Zelloberfläche der Thrombozyten führt zu einer verkürzten Lebenszeit der Zellen, mit daraus resultierender Thrombopenie und der Gefahr einer Blutungsneigung. Das vorrangige Therapieziel, die Thrombozytenwerte des Patienten in einen nicht blutungsgefährdeten Bereich anzuheben, wird zunächst mit der Gabe von Steroiden versucht zu erreichen. Bei primärem Nichtansprechen oder Rezidiven muss häufig eine Second-Line-Therapie durchgeführt werden, wobei die Splenektomie bisher als Standardtherapie galt. Seit einigen Jahren steht mit dem chimären, monoklonalen anti-CD-20- Antikörper Rituximab, eine weitere medikamentöse Behandlungsalternative zur Verfügung. Bis heute ist Rituximab in der ITP-Therapie nicht zugelassen, wird aber in den aktuellen Leitlinien als mögliche Sekundärtherapie empfohlen.


4638 2279
Published in Volume 2, Issue 1 -

Die vergessene Seite in der Klimapolitik: Das Grüne Paradoxon im Lichte von Hotelling und Solow-Stiglitz

Felicitas Holzer

Languages: German

DOI: 10.17160/josha.2.1.10

Beginnend mit einem neoklassischen Modell von Solow und Stiglitz wird ein gesellschaftliches Optimum für den Extraktionspfad erschöpfbarer fossiler Energieträger hergeleitet. Der durch die Planung eines benevolenten Diktators generierte Abbaupfad stellt für alle Generationen ein pareto-optimale – d.h. eine intertemporale Besserstellung einzelner Generationen ist nicht mehr möglich – (und damit normativ begründbare) Lösung dar. Es wird genauer ein optimales Verhältnis zwischen Sachkapital- und Resssourceneinsatz für die volkswirtschaftliche Produktion zu jedem Zeitpunkt t gewählt. Das „positive Pendant“ zur normativen Solow-Stiglitz-Bedingung stellt die Hotelling-Regel dar. Ausgangspunkt ist jedoch nicht das gesellschaftliche Optimierungskalkül, sondern das intertemporale Portfolioproblem der Ressourcenbesitzer. Es wird der Barwert aller auf den gegenwärtigen Zeitpunkt abdiskontierten Gewinne im Zeitablauf maximiert.


5058 2420
Published in Volume 2, Issue 2 -

Der jüdische Philosoph Spinoza und seine Beziehung zum Judentum

Marianna Musella

Languages: German

DOI: 10.17160/josha.2.2.30

“Baruch Spinoza, one of the greatest philosophers of all times and undoubtedly the greatest thinker Judaism has given to the modern intellectual world, has been at the same time also one of the most controversial figures in the history of philosophy.” Mit diesen Worten beginnt der Schriftsteller Ze ́en Levi seinen Essay über den jüdischen Philosophen Spinoza. Was war Spinoza für ein Mensch, der gleichzeitig genial und dennoch sehr umstritten in seiner Zeit war? Besonders sollte interessieren, was er über seine jüdischen Wurzeln zu berichten weiß, betrachtet er doch als Philosoph seine Religion in einer besonders kritischen Weise. Aber nicht nur das Judentum als Religion, sondern auch als politischer Staat, wie er im Alten Testament beschrieben ist, sei folgendes Thema in bezug auf Spinoza.


2542 1913
Published in Volume 2, Issue 2 -

Provinzialrömische Kunst in Gallien und Germanien

Stephan Seiler

Languages: German

DOI: 10.17160/josha.2.2.29

Die Entwicklung der provinzialrömischen Kunst in den gallischen und germanischen Provinzen des Römischen Reichs vom 2. Jahrhundert v. Chr. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. ist von der Auseinandersetzung zwischen einer indigen-keltischen Tradition und griechisch-römischen Einflüssen geprägt. In diesem Spannungsfeld entwickelte sich ein eigenständiges Kunstschaffen, das insbesondere in der Großplastik bemerkenswerte Denkmäler hervorrief, die sowohl aus kunst- historischer als auch soziologischer Sicht von großem Interesse sind. So können beispielsweise keltische Stilelemente und klassische Formen, und damit die Adaption mediterraner Einflüsse unter Beibehaltung einer eigenen Ausdruckskraft, gleichzeitig in einem Werk vorkommen. Bei der Beurteilung der provinzialrömischen Kunst stellen sich demnach Fragen nach der „Romanisierung“ der keltischen Bevölkerung, der „Interpretatio romana“ religiöser Kunstwerke und nach dem Kulturtransfer in der antiken Welt.


2415 1631
Published in Volume 2, Issue 2 -

Auf der Suche nach Ästhetik und Harmonie

Walter Eberhardt

Languages: German

DOI: 10.17160/josha.2.2.23

Eberhardts Arbeiten zeugen nicht nur von einer soliden handwerklichen und ästhetischen Ausstrahlung, sondern auch von einem geistige Hintergrund. Auf sein Werk trifft zu, was ein Kunstkenner über das graphische Genre äußerte: „Sie sei das erregte Selbstgespräch des neuen Menschen….. In diesem Ausdrucksmedium vollziehe sich die eigentliche geistige Diskussion.“