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Visual Arts, Architecture and Design
German
Herbstallegorie
Walter Eberhardt
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Abstract
Herbstallegorie
Dezentes Farbenspiel, herbstliche Atmosphäre. Walter Eberhardt hat dies, und
noch mehr, in seinem großformatigen Bild, gleichsam als Allegorie zum Ausdruck
gebracht. Schon vor Jahrzehnten hat sich der Maler und Holzschneider mit diesem
Sujet auseinandergesetzt. 2015 malte er eine neue Version.
Aus einem welken Blatt blickt ein stilisiertes weibliches Antlitz, einer Maske gleich, in sich selbst versunken den Betrachter an. Von der Stirn herab rinnt eine Träne. Eine Trauer um die Vergänglichkeit allen Seins. Ein Blätterstrauß in der rechten Hand der Symbolfigur und der überreife Apfel in der andern Hand kontrastieren mit der kühlen Bläue des Herbsthimmels. Von dort weht durch ihr loses Haar der frische Wind. Das mäanderhafte Mantelband umschließt deutend die goldene Aura des Herbstes in ihrer ganzen Fülle. Dennoch, ein leiser Schatten von Melancholie und Zuversicht mildert das "heftige Ungenügen am Endlichen" (Romano Guardini) und erleichtert das Abschiednehmen.
Helmut Reiner
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Article Information
Title
Herbstallegorie
Type
Article
Published in
Journal
31. October 2015
DOI Identifier
10.17160/josha.2.7.77
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Language
German
Journal
Vol 2 Issue 7
Categories
Visual Arts, Architecture and Design
Authors
Walter Eberhardt
This article is open access and distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 International License.
Cite this work
Walter Eberhardt (2015). "Herbstallegorie". JOSHA Journal. DOI: 10.17160/josha.2.7.77.